Ironman France – 5. Juni 2016

Nach dem nassen und kühlen Ironman 70.3 in Mallorca habe ich mich bestens erholt und das Training auf meine erste Langdistanz in diesem Jahr lief perfekt. Am Mittwoch vor dem Rennsonntag startete ich somit voller Vorfreude meine Reise nach Nizza. Bis zum Renntag verlief alles paletti und ich fühlte mich gesund und munter. Naja, das Wetter war noch nicht so der Hammer. Bewölkt und auch mal regnerisch. Wie momentan üblich…

Der Rennmorgen zeigte sich dann zum Glück trocken und das Abenteuer konnte losgehen. Das Schwimmen verlief für mich problemlos und mit einer Zeit von 1:01h darf ich mich zufrieden geben. So weit so gut.

So stieg ich motiviert auf das Rad und war sehr gespannt wie sich diese tolle Radstrecke wohl in diesem Jahr anfühlt. Schliesslich absolvierte ich diesen Ironman bereits im 2012 und meine Erinnerungen an diese Strecke sind durchwegs positiv. Für mich bis anhin die schönste Wettkampf Radstrecke!

Auch dieses Jahr war die Umgebung/Natur überwältigend und ich fühlte mich auf meinem neuen Airstreeem Zeitfahrrad super. Ich konnte konstant über die 180km Druck geben und im „wohlfühlbereich“ radeln. Obwohl ich dabei bereits wieder ein komisches Gefühl mit dem einatmen hatte, freute ich mich enorm aufs Laufen, schliesslich zeigten meine Wattwerte zum ersten Mal keinen Rückgang auf den letzten Kilometern an und meine Beine fühlten sich super.

So wechselte ich nach einer Radzeit von 5:23h doch tatsächlich zeitgleich, mit der später drittplatzierten, aufs Laufen.

Tja, und das war es dann auch mit meinem guten Gefühl. Das Laufen wurde bereits nach dem ersten Kilometer wieder zur Herausforderung. Ich bekam einfach ständig zuwenig Sauerstoff. Ich konnte mich gar nicht wirklich aufs Laufen konzentrieren, zu beschäftigt war ich mit dem schmerzhaften einatmen. Auch mein Asthmaspray half wenig. Mal wurde es schlimmer, dann wieder etwas besser und bei ca. KM 25 der totale Anfall. Alles zu. Aber auch davon erholte ich mich langsam und ha! wer hätte das gedacht, ab KM 30 fühlte ich mich stetig etwas wohler und ab KM 36 fühlten sich auch meine Beine wieder lebendig an und ich konnte das Tempo nochmals ordentlich anziehen. Leider etwas zu spät. Mit meiner Laufzeit von 3:28h bin ich alles andere als zufrieden.

Als 8. Prodame lief ich schlussendlich durch das langersehnte Ziel und war im Moment einfach nur glücklich über den finish. Trotz allem eine solide Leistung und ich freue mich auf die nächste Herausforderung (naja, jeweils im Anschluss eigentlich noch nicht, denn das schmerzende einatmen hält jeweils noch einige Tage an…?!?)!