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Ironman Mallorca – 26. September 2015

Mein letzter Ironman in diesem Jahr ist bereits wieder Vergangenheit. Seit über 4 Wochen geniesse ich bereits meine „Off-Saison“.

Hier nun ein kleiner Rückblick zum Wettkampf:

Nachdem ich nicht so erfolgreich in das Wettkampfjahr 2015 gestartet bin, brauchte ich im Juni/Juli eine kleine Pause. Danach folgte ein neuer Grundlagenausdauerblock, gefolgt vom bestmöglichen Aufbautraining für den baldigen Ironman in Mallorca Ende September.  Alles lief ab dann sehr gut und meine Form zeigte endlich eine Kurve nach oben.

Gut zwei Wochen vor dem Wettkampf flog ich nach Mallorca um vorher noch sonnengestärkt die letzten Einheiten zu absolvieren. Doch aus diesem Plan wurde nichts. Fing ich mir doch tatsächlich noch eine Erkältung ein, kaum auf der Insel angekommen. Somit verbrachte ich die letzten Tage hauptsächlich im Zimmer und versuchte mit allen Mitteln schlimmeres zu verhindern. Was auch gerade auf den Tag hin klappte.

Samstagmorgen, Renntag, gut geschlafen, Nase läuft nicht mehr und das Gefühl schon mal ganz gut. Ich bin also bereit, es kann losgehen – alles super!

Das Schwimmen war für die Profis ohne Neopren. Das war mir egal, mir bereitete nur die allfällige Auskühlung Sorgen. Nach rund 1.03h kam ich aus dem Meer und mir war trotz milden Wassertemperaturen tatsächlich saukalt. Einfach schnell wechseln und auf’s Rad. Und das klappte so zackig wie noch nie.
Doch ich zitterte und schlotterte die erste Stunde ziemlich. Aber die Beine fühlten sich stark an und ich wusste dass sich das Frieren bald in Schwitzen umwandelt. Schliesslich verhiess der Tag Sonne und sehr warme Temperaturen. Also einfach in zurückhaltendem Rythmus fahren und auf die aufsteigende Sonne warten. Meine Taktik war endlich einmal das Radfahren nicht zu schnell anzugehen. Das klappte auch ganz gut und die gesamten 180km fühlte ich mich frisch, fit und es rollte. Die ersten flachen 115km vergingen glücklicherweise schnell, die persönliche Verpflegung klappte einwandfrei und im Berg fühlte ich mich sehr wohl. Abfahrt sowieso! Und der Rückweg war dann etwas windiger, aber auch da fühlte ich mich im Vergleich zum Vorjahr immer noch sehr gut und konnte meine Wattwerte halten.

So stieg ich nach 5.11h als 3. Profifrau vom Rad, wechselte wiederum zackig wie selten, und nahm den abschliessenden Marathon mit super Gefühl in Angriff. Für ein paar Minuten hinter dem Führungsbike 3. Frau! Was für ein Erlebnis :o) Doch nach ca. 1km war der Zauber bereits wieder vorbei und ich wurde abgelöst. Aber ich konzentrierte mich auf meine angepeilte Pace und konnte diese bis KM 30 super halten. Die Strecke war toll. Dieses Jahr empfand ich die Stimmung grandios und immer wieder entdeckte ich bekannte Gesichter, welche mich über die Runden pushten. Trotz zurückhaltender Renneinteilung und regelmässig hoher Energieaufnahme, reichte es nur bis Km30 und so wurden die letzten Kilometer doch noch zur mentalen Herausforderung. Dabei wurde ich auch nochmals überholt und kam schlussendlich als 5. Profifrau mit einer Laufzeit von 3.20h und gesamt 9.40h ins Ziel.

Mit diesem Rennen bin ich sehr zufrieden. Es fühlte sich bis auf die letzten Kilometer alles grossartig an, es machte wirklich wieder einmal Spass und alles lief einwandfrei.

Jetzt freue ich mich bereits wieder auf den nächsten Ironman!